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Eure Autorin Saskia V. Burmeister

Donnerstag, 1. September 2011

Anno 2001 - Vampirgeschichte

Diese alte Geschichte (aus dem Jahre 2001) fiel mir jüngst in die Hände. Ich musste beim lesen sehr schmunzeln. Vielleicht gefällt der Einen oder dem Anderen diese Kurzgeschichte ja auch ;-) Daher lade ich sie hier hoch - und nicht vergessen - als ich sie schrieb war ich gerade mal 15 und besuchte die Realschule ... ist das lange her!

           Candy und das Monster

Es ereignete sich an einen Freitag, Sturm fegte übers Meer, als ein neues Schiff eingeweiht wurde, alle großen Köpfe dieses Landes (auch Leute die nichts im Kopf, dafür aber das Sagen oder einen großen Geldbeutel hatten) kamen um mit dem neuen Schiff zu reisen. Es wurde die TM – Motanic, das sicherste Schiff der Welt genannt. Auch Candy, die sehr reich war, hatte eine Fahrkarte für das Schiff. Es wurde schon dunkel, als sie, mit einer Sonnenbrille aus dem Näschen, das Schiff betrat. Ein Schiffsjunge kam herbei, um ihr das Gepäck abzunehmen. Candy sah ihm in die Augen und er ihr, es war Liebe auf den ersten, feurigen Blick.

Später am Abend gab es ein großes Bankett und der Kapitän des Schiffes hielt eine kleine Rede (Guten Tag oder Abend –Hick- Willkommen auf diesem prächtigen Sch-Sch-

Schiff –Hick. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Überfahrt. Prost –Hick- und viele glückliche Stunden –Hick-!)

„Na das kann ja eine fröhliche Seereise werden!“, dachte sich Candy und rückte ihre Brille zurecht. Der Kapitän mit roter Nase erhob soeben sein Glas und prostete allen zu und stürzte es dann in einem Zug in seinen Rachen.

Nach dem Essen ging Candy an Deck, um sich ein wenig die Beine zu vertreten und um frische Luft zu schnappen. Plötzlich tauchte der Schiffsjunge auf. Er stellte sich neben Candy an die Reling und so kamen sie ins Gespräch. Später fragte er Candy, ob er seinen Arm um sie legen dürfe um sie ein wenig zu wärmen.

„Nein Danke, wasch dich erst, du riechst mir zu sehr nach Fisch“, meine Candy eiskalt.

Am nächsten Abend trafen sie sich wieder, diesmal roch der Schiffsjunge nicht so sehr nach Fisch, er hatte wohl endlich begriffen wie man Wasser und Seife benutzte (kleiner Scherz!). Er gab Candy wieder einen seiner feurigen Blicke und diese schmolz regelrecht dahin.

„Schiffsjunge Dumbaldö, sofort antreten zum Deck schrubben!“, polterte die Stimme des Kapitäns. So endete dieses romantische Wasseranstarren mit einem Schlag. Denn Dumbaldö, alias Leordo Sonstwas, musste anfangen, das Deck zu schrubben.

Beim Frühstück am nächsten Morgen saß Candy alleine am Tisch und aß ihren Toast mit Kaviar. Dann tauchte plötzlich ihre alte Freundin Magdalena auf.

„Hey wat machst du altet Haus denn hier?“, berlinerte Magdalena.

„Ich frühstückte“, meinte Candy. Der Matrose Dumbaldö kam vorbeigelatscht.

„Moin, Moin!“, wünschte er. Als er außer Sichtweite war, meinte Candy: „Findest du den nicht auch zum anbeißen niedlich?“

Magdalena überlegte, „Also ih weiß net, der is mir n bissel zu dämlich.“ So endete dieses Gespräch im Knies.      

An diesem Abend traf sich Candy wieder mit ihrem Süßen. Es war Vollmond und beide schauten sich den Himmel an. Der Matrose hatte Candy seine Hand auf die Schulter gelegt, plötzlich begann er sich zu verändern. Mit einem Mal lag eine beharrte Pranke auf ihrer Schulter, als sie sich umdrehte sah sie einen Werwolf. Doch anstatt zu schreien, zeigte Candy ihm ihre langen Vampirzähne.

          … und an dieser Stelle heißt es nun:

      

                              Ende gut, alles blutig  

(Der Schluß ist erst ab 16, wird sehr gerne nachgeliefert, Nachfrage bei der Schriftstellerin, die diese Story erfunden hat)

… Nachdem Candy ihm ihre Zähne gezeigt hatte,

wich der Werwolf zurück, er schien nun nicht mehr so scharf auf sie zu sein, Candy fauchte kurz und stürzte sich dann auf ihn (ich erinnere noch einmal kurz dieser Teil ist erst ab 16!) und biß ihm in den Arm.

Am nächsten Tag fand man den Schiffsjungen mit erheblichem Blutverlust auf dem Deck, Candy war in ihrer Kabine und machte sich frisch. Als sie dann wenig später im Speisesaal saß, überlegte sie, wer der Nächste sein sollte.

Bald war die Krankenstation voll mit Leuten, die an Blutmangel und Gedächtnisschwund litten. Als der Schiffsjunge entlassen wurde, wollte er sich noch einmal mit Candy treffen, er war nicht davon anzubringen.

Doch Candy war darüber gar nicht so unglücklich, denn sie mochte ihn wirklich und außerdem hatte sie ihn so ganz neben bei von seiner Krankheit befreit.

So kam es wie es kommen mußte, die beiden wollten heiraten, doch dann passierte ein tragisches Unglück, das Schiff lief auf einem Riff auf und ging unter. Es riss alle Passagiere mit sich, nur Candy überlebte, denn sie konnte ja nicht noch einmal sterben und Magdalena überlebte auch, denn sie hatte mit dem Tod so lange darüber diskutiert, dass sie nicht sterben wolle und er nicht das Recht dazu hatte, sie sterben zu lassen, dass der Tod sie am Ende hatte gehen lassen.   

        Und so endet dies Geschichte mit einem  

        feuchtfröhlichen Bad, doch halt, was ist

        das?

Ein Mann tauchte aus den Fluten auf, es war der Matrose Dumbaldö, er war anscheinend zu dumm (oder zu schlau) um zu sterben und so schwamm er seiner angebeteten hinterher, hinein in den Sonnenaufgang…

  

                                 The End 



      




       






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